Voyboy erhält Twitch-Ban

Voyboy erhielt einen Bann von Twitch

Der League of Legends Streamer Joedat ‚Voyboy‘ Esfahani hat von Twitch einen Bann kassiert. Die Strafe kam unerwartet und wirft einige Fragen auf.

Voyboy wurde von dem Ban offenbar selbst ziemlich überrascht und konnte bislang auch noch keinen Grund dafür nennen. Esfahani hatte noch ein paar Minuten zuvor League of Legends gestreamt, als der Bannhammer fiel. Der Partnerstatus wurde bei Twitch jedoch nicht geändert. Dies deutet darauf hin, dass die Strafe vermutlich nicht von Dauer sein wird. Twitch selbst äußert sich nie zu Banns und deren Gründen.

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Voyboy wegen Copyright-Verstößen bestraft?

In den sozialen Netzwerken gehen nun Spekulationen um, dass vermutlich ein Verstoß im Rahmen des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) zu dem Ban geführt haben könnte. Etwas anderes ist im Moment auch kaum vorstellbar, da Voyboy generell als nahezu musterhafter Streamer gilt, der sich bislang nichts zuschulden kommen ließ. Sollte die Strafe tatsächlich einen DMCA Hintergrund haben, ist es nur ein weiters Beispiel für die Probleme von Twitch im Umgang mit copyrightgeschützter Musik, die Streamer während ihrer Sendezeit im Hintergrund laufen lassen.

Mehr zum Thema: Zahlreiche Twitch-Streamer erhalten Copyright-Warnungen

Bislang gab es bereits zahlreiche Verwarnungen und Strafen gegenüber Streamern im Rahmen des DMCA. Das große Problem dabei ist, dass im Grunde genommen nur eine vollständige Löschung aller Aufzeichnungen vor einer Strafe schützen kann. Nach Informationen einiger Streamer soll aber nicht einmal dies tatsächlich funktionieren. Eine Löschung aller Inhalte auf Twitch bedeutet offenbar nicht, dass diese Inhalte auch tatsächlich von den Servern entfernt werden.

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Wenn also selbst gelöschte Inhalte zu einem Strike und gegebenenfalls sogar zu einem dauerhaften Bann führen können, dann ist dies ein enormes Armutszeichen von Twitch. Die Verantwortlichen der Plattform sollten sich bewusst machen, dass ihr gesamtes Geschäftsmodell letztlich von den zahlreichen Creatoren abhängt. Diese der Reihe nach abzustrafen, nur weil man selbst kein geeignetes Mittel findet, auch VODs abmahnungssicher zu machen, ist für eine Plattform dieser Größenordnung absolut peinlich.

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Streamer sollten sich derzeit gut überlegen, ob sie überhaupt noch Musik im Hintergrund abspielen möchten. Da die Strafen allerdings auch für alte Aufzeichnungen von Streams verhängt werden, gibt es offenbar nicht wirklich etwas, was im Moment sicher vor einem Strike schützt.