Unbekannte sorgten bei Knossi für Großeinsatz der Polizei

Polizeieinsatz bei Knossi

Der bekannte deutsche Streamer Jens ‚Knossi‘ Knossalla wurde während eines Live-Streams von einem Großeinsatz der Polizei überrascht. Unbekannte hatten sich einen „Scherz“ erlaubt und ihn geswattet.

Knossi war gerade zusammen mit Clueso bei seiner Talentshow auf Twitch zugange, als es an der Tür klingelte und ein Großaufgebot der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor dem Haus vorfuhren. Knossalla dachte offenbar zunächst, es wäre irgendetwas schlimmes vorgefallen und ging nachsehen. Über Twitch und Instagram hielt Knossi seine Zuschauer auf dem Laufenden, was sich da gerade abspielte. Wie sich schnell herausstellte, hatten Unbekannte den Notruf gewählt und behauptet, an Knossis Adresse wäre Gas ausgetreten und es gäbe Tote und Verletzte. Obwohl ein Sanitäter den bekannten Streamer schnell erkannte und klar war, dass es sich um einen sehr schlechten Scherz handeln musste, rückten immer mehr Rettungskräfte an.

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Knossi schockiert und verständnislos

Über Instagram konnten Knossallas Zuschauer eine Eindruck davon bekommen, was vor Ort alles los war. Der Polizeieinsatz hinterließ auch bei Knossis Mutter seine Spuren, sie war sichtlich mitgenommen und erschrocken. Knossi selbst ging es gleich, er fragte immer wieder fassungslos, wer es nur lustig finden kann, so etwas auszulösen. Zudem, so berichtete er, habe er gegenüber den Einsatzkräften gesagt, irgendjemand habe „die Bullen“ gerufen. Diese Wortwahl sei bei der Polizei nicht sehr gut angekommen.

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Das sogenannte Swatting ist alles andere als ein Scherz. In den USA sind bei solch sinnlosen Einsätzen sogar schon Unschuldige zu Tode gekommen. In der Regel rufen Leute dabei die Polizei zu einer Adresse und geben vor, dort hätte ein Unglück oder ein Verbrechen stattgefunden. Wer so etwas lustig findet, ist sich möglicherweise der Ausmaße so einer Aktion nicht bewusst.

Egal, ob man Knossi nun mag oder nicht, der Schreck für ihn und seine Familie hat mit Spaß nichts mehr zu tun. Hinzu kommt dann auch noch, dass alle Einsatzkräfte, die bei so etwas eingesetzt werden müssen, an anderen Orten fehlen können. Wenn es also ganz blöd läuft, hat zur gleichen Zeit irgendjemand in der Nähe einen wirklichen Notfall, bekommt aber nicht sofort Hilfe, weil alle Krankwagen im Einsatz sind.

Update: Laut Informationen, die der Badischen Neueste Nachrichten vorliegen, soll ein 36-Jähriger für das Swatting verantwortlich sein. Die Auswertung der Anrufdaten hätten ergeben, dass er den entsprechenden Anruf getätigt haben soll. Je nachdem hat dieser Missbrauch des Notrufs gravierende Folgen für den Anrufer. Das bewusste Absetzen eines falschen Notrufs kann mit einer Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft geahndet werden.