Twitch-Streamer Hashinshin erhält Perma-Ban wegen Cyber-Grooming

Hashinshin erhielt Perma-Ban von Twitch

Der Streamer Robert’Hashinshin‘ Brotz wurde dauerhaft von Twitch gebannt. Der Vorwurf: Cyber-Grooming einer minderjährigen Person.

Als Cyber-Grooming wird laut Wikipedia das „gezielte Einwirken auf Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte bezeichnet. Es kann sich demnach auch um eine besondere Form der sexuellen Belästigung im Internet handeln.“ Es gab bereits öfter Anschuldigungen dieser Art gegen Hashinshin. Richtig ernst wurde es für ihn aber am 17. Juli, als eine Google Docs Seite mit angeblichen Beweisen auf Twitter gepostet wurde, die die Vorwürfe belegen sollten. Veröffentlicht wurde die Seite von einer Twitter Nutzerin namens Catlys.

Kurz nach Catlys Anschuldigung, er habe ihr gegenüber Cyber-Grooming betrieben, als sie selbst 15 Jahre alt war, entschuldigte sich Hashinshin. Die Entschuldigung wurde dann allerdings wieder gelöscht. Im Anschluss sprachen sich zahlreiche Leauge of Legends Streamer für eine Bestrafung Hashinhins aus. Dazu gehörten vor allem Voyboy, Yassuo und IWillDominate, die seither nahezu täglich Konsequenzen forderten.

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Hashinshin widerspricht den Vorwürfen

Brotz ließ zwei Tage lang nichts von sich hören. Als er dann wieder auf dem Radar auftauchte erklärte er, er sei suizidal gewesen und ins Krankenhaus eingewiesen worden. Er sei mittlerweile auch in einer Situation, in der er sich nicht einmal mehr entschuldigen könne, da ihm dies sofort falsch ausgelegt werden würde. Er sei zum fraglichen Zeitpunkt ein ziemlich schlechter Mensch gewesen, allerdings habe er die Dinge, die ihm vorgeworfen wurden, nicht getan. Die Screenshots seien gefälscht worden um ihm zu schaden.

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Hashinshin wirkte ziemlich wirr in seiner Reaktion auf die Vowürfe

Twitch reagierte nun auf die Vorwürfe und verpasst ihm einen Ban auf unbestimmte Zeit.

https://twitter.com/Hashinshin/status/1286065179961303040

War die Reaktion der Community in Ordnung?

Voyboys Rolle in dieser Sache finde ich persönlich etwas fragwürdig. Ohne Hashinshin irgendwie in Schutz nehmen zu wollen, muss man Voys Wortwahl doch kritisieren. Er bezeichnete Hashinshin mehrfach als pädophiles Monster und Abschaum, eine Wortwahl, die durchaus zu weiteren Hass-Kommentaren führen konnte. Nach dem Ban sprach er sich dann aber wieder dafür aus, keinen weiteren Hass in Richtung Hashinshin zu schicken. Das ist ein wenig widersprüchlich. Soll Hass nun ok sein, um ein Ziel zu erreichen und danach hört man dann aber bitte sofort wieder auf damit?

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Wenn sich jemand auf diese Weise vermeintlich strafbar gemacht hat, dann sollte eine Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden eingereicht werden. Diese können dann auch die Beweise auf deren Echtheit und die Entstehungsumstände überprüfen. Einen Online-Mob zusammenzutrommeln und dann Selbstjustiz zu üben, ist ganz sicher nicht der richtige Weg. Dafür gibt es schließlich den Rechtsstaat.

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