PhantomL0rd gegen Twitch – Gerichtsverhandlung geht im Oktober in die nächste Runde

PhantomL0rd befindet sich im Clinch mit Twitch

Die Gerichtsverhandlungen im Rechtsstreit zwischen James „PhantomL0rd“ Varga und der Streamingplattform Twitch werden ab dem 19. Oktober 2020 in die nächste Runde gehen. Aufgrund der Corona-Pandemie und der daraus entstehenden Einschränkungen, hatte sich der Prozess zusätzlich in die Länge gezogen.

Die gerichtliche Auseinandersetzung begann im Feburar 2018

Die Auseinandersetzung der beiden Parteien vor Gericht zieht sich mittlerweile bereits seit Februar 2018 hin. PhantomL0rd hatte Twitch damals auf Schadensersatz verklagt. Er verlangte einen finanziellen Ausgleich für seine Verluste, die er durch seinen dauerhaften Bann im Jahr 2016 auf Twitch erlitten hatte. Er sprach von mindestens 35 Millionen Dollar.

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Twitch ließ dies nicht auf sich sitzen und reichte Gegenklage ein. Normalerweise gibt Twitch grundsätzlich keine Gründe für Suspendierungen oder Banns seiner Streamer an. Im Streit mit PhantomL0rd gab der Streaming-Gigant allerdings an, Varga sei mehrmals verwarnt worden. Grund dafür wären Inhalte seiner Streams gewesen, die gegen die Nutzervereinbarungen der Plattform verstießen. Insgesamt hätte er neun Verwarnungen erhalten, unter anderem wegen „sexuell suggestiver Inhalte“ seiner Streams.

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Twitch fordert ebenfalls einen finanziellen Ausgleich von Varga, welche in Höhe der Schadensersatzforderung liegen soll. Laut den Verträgen, die Twitch mit seinen Partnern abschließt, können beide Seiten höchstens 50.000 Dollar von der Gegenseite fordern. Diese Vertragsklausel wurde von einem Richter allerdings gekippt, da sie Twitch praktisch unverklagbar macht. Kaum ein Anwalt würde sich auf einen großen Rechtsstreit mit der Amazon-Tochter einlassen, wenn es lediglich um 50.000 Dollar ginge.

PhantomL0rd und der Skandal um CS:GO Shuffle

PhantomL0rd war im Juli 2016 von Twitch gebannt worden, nachdem seine Verwicklung in den Skandal um die Glückspielseite CS:GO Shuffle aufgeflogen war. Die von einem Hacker abgegriffenen Skype Logs zwischen Varga und einer Person names Joris legten nahe, dass PhantomL0rd selbst einer der Besitzer der Seite sein müsse.

Nicht nur, dass er damit ständig unerlaubte Werbung für seine Glücksspielseite auf Twitch ausstrahlte, aus den Logs konnte man auch entnehmen, dass dabei aktiv betrogen wurde, indem er regelmäßig Gewinnwahrscheinlichkeiten übermittelt bekam. Möglicherweise wurden diese auch zu seinen Gunsten manipuliert.

Varga begründete seinen Bann damals jedoch damit, dass er nun lediglich den Sündenbock für Twitch geben solle. Der Konzern wolle damit davon ablenken, dass in vielen anderen Fällen nicht gegen Inhalte dieser Art (Glücksspiel) vorgegangen werde.

Egal wie es nun weitergeht – es bleibt spannend.

Quellen: dexerto.com, GameStar.de