Ninja löscht TikTok-App aus Angst vor Datenklau

Ninja will nichts mehr mit TikTok zu tun haben

Ninja hat auf Twitter bekannt gegeben, dass er TikTok von all seinen Geräten verbannt habe.

Die beliebte Kurz-Video Plattform TikTok war in letzter Zeit schwer unter Beschuss geraten. Immer wieder ist seither auch die Rede davon, ob der Dienst sogar eingestellt wird. Vor allem die Frage nach dem Datenschutz wurde dabei laut, speziell der Zusammenhang von TikTok und der chinesischen Regierung. Indien hat die App bereits komplett verboten, Australien und die USA prüfen ähnliche Maßnahmen.

Mit Ninja hat nun ein bekannter Content Creator von TikTok Abstand genommen. Aus Angst vor Datenklau habe er die App von all seinen Geräten gelöscht. Er hoffe aber, dass ein nicht-chinesisches Unternehmen eine vergleichbare Plattform aufbauen wird, auf der die ganzen lustigen und kreativen Influencer eine neue Möglichkeit bekommen, ihre Kurzvideos in Umlauf zu bringen.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Es ist fraglich, ob TikTok schlimmer ist als Facebook & Co

Ninjas Aussage wurde von vielen auch kritisch hinterfragt. Vor allem wurde bezweifelt, dass Userdaten bei amerikanischen Unternehmen sehr viel besser aufgehoben seien. Amazon, Facebook, Google und Co sind schließlich dafür bekannt, Unmengen an Daten zu sammeln. Wie diese auch zu moralisch fragwürdigen Zwecken eingesetzt wurden, zeigt die Affäre um Facebook und Cambridge Analytica. Damals hatte es massive Wählerbeeinflussung zugunsten Trumps Wahlkampf gegeben.

Darauf wieß auch ESports-Insider Rod Breslau in einem ironischen Tweet hin.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Breslau sagte, er sei nicht überzeugt, dass das Datensammeln von TikTok tatsächlich schlimmer sei als das, was man von Facebook bereits seit Jahren kennt. Zudem müsste man, wolle man konsequent sein, auch bedenken, dass Unternehmen und Spiele wie die von Riot Games letztlich ebenfalls China gehören. Sollte man also einfach alles mit Connections nach China verbieten, dann wäre das auch das Aus für League of Legends, Path of Exile und viele andere beliebte Spiele des Unternehmens Tencent.

Lies auch: Ninjas erster YouTube Livestream zog über 150.000 Zuschauer an – noch kein Exklusivdeal?

Man kann von TikTok und China halten was man will. Trotzdem sollte man sich vielleicht auch die Frage stellen, weshalb in den USA über ein Verbot der App gesprochen wird, nur kurz nachdem angeblich User die Plattform nutzten, um eine große Troll-Aktion gegen Trumps Wahlkampf zu planen.