Summit1g bekommt mächtig Gegenwind für Tweet zum Thema sexuelle Belästigung

summit1g auf twitch.tv

Der Streamer Summit1g hat mit einem Tweet zum Thema sexuelle Belästigung viele verärgerte und für verständnislose Reaktionen gesorgt. Das Thema hat in den letzten Wochen mächtige Wellen geschlagen, als immer wieder neue Anschuldigungen gegen bekannte Persönlichkeiten aus der Streamer- und Gamerszene ans Licht kamen.

Vor allem auf Twitter hatten sich in der letzten Zeit zahlreiche Frauen gemeldet, die von sehr negativen Erfahrungen mit männlichen Streamern und Mitarbeitern großer Unternehmen aus der Gamingszene berichteten. Vor allem im Rahmen von verschiedenen Conventions berichteten die Frauen von übergriffigem Verhalten und unangenehmen Anzüglichkeiten, die sie erleben mussten.

Summit1g hatte bislang nichts zu dem Thema gesagt, und meldete sich dann auf Twitter mit der Aussage, dass die Unschuldsvermutung überall gälte, außer im Internet. Dort würde man rückwärts an die Dinge herangehen.

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Damit machte sich der bekannte Streamer keine Freunde und erntete überwiegend entrüstete Reaktionen. Es dürfte natürlich klar sein, worum es Summit1g ging. Er wollte mit seinem Tweet darauf aufmerksam machen, dass man mit Anschuldigungen dieser Art sehr vorsichtig sein sollte, da eine falsche Beschuldigung sehr schnell auch Unschuldigen die Karriere und das Leben ruinieren kann.

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Das Problem bei einem Thema wie sexueller Belästigung ist meist die Beweislage. In vielen Fällen steht am Ende Aussage gegen Aussage und Beweise sind oft nicht vorhanden. Das darf aber natürlich kein Grund sein, solche Vorfälle einfach zu verschweigen und die Täter ungeschoren davonkommen zu lassen! Und genau darüber hat sich Summit1g wohl zunächst keine Gedanken gemacht. Auch dass er bei Dingen wie Black Lives Matter geschwiegen hatte und nun zu diesem Thema jedoch Stellung bezog, kam bei vielen nicht gut an. Das sah auch der E-Sports Journalist Rod Breslau so, der der Meinung war, Summit hätte sich am besten gar nicht geäußert.

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Summit1g erklärt seinen Tweet im Stream

Kurz nach seinem Tweet ging Summit auf Twitch online und erklärte seine Haltung. Ihm ginge es nur darum klarzustellen, dass es nicht in Ordnung sei, den Namen einer anderen Person durch den Dreck zu ziehen, wenn die Anschuldigungen gegen diesen Menschen nicht zu 100 Prozent wahr seien.

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Natürlich ist es nicht in Ordnung, jemanden zu unrecht zu beschuldigen. Tatsächlichen Opfern von sexuellen Übergriffen allerdings indirekt zu sagen, sie sollten doch gefälligst die Klappe halten, wenn sie nicht auch Beweise vorbringen können, ist eine heftige Aussage und es wäre vermutlich wirklich besser gewesen, wenn Summit1g seine Meinung für sich behalten hätte.