Kläger will 25 Millionen Dollar von Twitch – wegen „anzüglicher“ Streamerinnen

Pokimane auf Youtube. Klage gegen Twitch
Auch Pokimane wurde in der Klage genannt.

Die Streamingplattform Twitch wurde von einem Zuschauer vor einem kalifornischen Gericht auf 25 Millionen Dollar verklagt. Der Grund: Der Kläger gibt an, Twitch würde durch ungefilterte, anzügliche Inhalte von zahlreichen weiblichen Streamern seine Sex-Sucht verschlimmern.

Kläger leidet unter zahlreichen psychischen Problemen

Laut dem Kläger leide er unter Sex-Sucht, Angstzuständen und diversen anderen Krankheiten. Hinzu käme derzeit die COVID-19 Pandemie, durch die sich viele Menschen ausschließlich zuhause aufhielten. Der Mann sei daher nahezu ausschließlich auf das Internet als Unterhaltungsmedium angewiesen. Er sei seit vielen Jahren ein Twitch-Turbo-Subscriber und verbringe fast seine gesamte Freizeit vor irgendeinem Stream. Das Haus könne er nur für Arztbesuche verlassen.

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In seiner Klage gibt er an, Twitch habe seine Sex-Sucht deutlich verschlimmert, indem die Plattform „über-sexualisierte“ Inhalte von weiblichen Streamern wie Pokimane oder Alinity ungefiltert zulassen würde. Durch die Art und Weise, wie Twitch einem User andere Streams vorschlägt, sei es ihm zudem nicht möglich, diesen Inhalten aus dem Weg zu gehen. Er folge 786 weiblichen Streamern und keinem einzigen männlichen Content Creator.

Der Kläger führt eine ganze Reihe an weiblichen Streamern auf, die seiner Meinung nach mit anzüglichen und sexualisierten Inhalten zu einem Problem für Leute wie ihn wären. Dazu gehören Alinity, Pokimane, Loserfruit und zahlreiche weitere bekannte Streamerinnen.

Geld soll aufgeteilt werden

Neben der Summe von 25 Millionen Dollar verlangt er auch, dass alle von ihm genannten Personen mit einem Perma-Ban auf der Plattform belegt werden. Das Geld aus der Klage wolle er nicht komplett für sich. Es solle unter Twitch-Turbo-Subscribern wie ihm aufgeteilt werden. Ein weiterer Teil könne dann noch an COVID-19- und Black Lives Matters Charities gehen.

Für große Unternehmen ist der Mann kein Unbekannter. Zuvor hatte er bereits Blizzard, Microsoft, Nintendo und Sony verklagt.

Quelle: dexerto