MontanaBlack: „Schule, Ausbildung, lebenslanger Knecht“

Während einem seiner Livestreams auf Twitch nahm sich Marcel „MontanaBlack“ Eris die Zeit, seinen jüngeren Zuschauern mal eben das System im Berufsalltag zu erklären.

Dabei holt er einmal zum Rundumschlag aus. Angefangen beim Bildungssystem, das den Schülern jede Menge unnützes Wissen aufs Auge drückt, über Ausbildungen, die einem auch das letzte bisschen Freizeit rauben, bis hin zu mies bezahlten Jobs in denen man keinerlei Wertschätzung erfährt. Sein Fazit – eigentlich alles total sch**ße.

MontanaBlack meint, man lernt zu viel nutzlosen Kram in der Schule

MontanaBlacks Meinung von unserem Schulsystem könnte kaum schlechter sein. Mit einigem hat er dabei sogar Recht. Tatsächlich lernt man dort sicherlich viel zu wenig über Dinge wie Steuern, Möglichkeiten sich selbstständig zu machen und andere Dinge, denen wir nach der Schulzeit begegnen. Gleichzeitig ist es aber einfach falsch zu behaupten, dass in unseren Schulen viel zu viel nutzloses Wissen vermittelt wird. Wie sollen Schüler jemals ihre Interessen und Stärken herausfinden können, wenn sie nicht Zugang zu einer möglichst breiten Schulbildung erhielten? Bloß weil MontanaBlack nichts mit dem Satz des Pythagoras anfangen konnte, bedeutet das noch lange nicht, dass man ihn nicht mehr unterrichten sollte. Was mich nicht interessiert und was ich nach der Schulzeit nicht mehr benötige, kann ich ja auch wieder getrost vergessen. Zumindest hab ich dann die Wahl, was ich vergessen möchte, und was mich auch weiterhin interessiert. Selbst der größte Fachidiot muss erstmal sein Fach finden.

Alle sollten die Selbstständigkeit ausprobieren

Zum Berufsalltag gibt Monte seinen Zuschauern den Tipp, sich am besten auf jeden Fall selbstständig zu machen. Sein Rat ist dabei, sich so lange wie möglich von der Arbeit fernzuhalten, möglichst viele Fortbildungen und Zertifikate zu sammeln und dann in der Selbstständigkeit sein Glück zu versuchen. Ein Job, in dem man Respekt, Wertschätzung und ein gutes Gehalt bekommt, ist aber auch ok. An sich keine verkehrte Ansicht, allerdings ist sicherlich nicht jeder für die Selbstständigkeit geeignet. MontanaBlack, der, wie er sagt, zwei seiner drei Ausbildungsjahre mit einem gelben Schein zuhause saß, ist offenbar einfach der Typ Mensch, der diese Freiheit der Selbstständigkeit braucht. Für viele andere Menschen bietet das Angestelltenverhältnis aber auch eine Form der Freiheit. Nämlich die der geringeren Verantwortung und eines festen Gehalts. Das ist sicherlich oft nicht das Beste, allerdings kommt es am Ende des Monats sicher aufs Konto.

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Insgesamt muss man sagen, Montes Ratschläge sind nicht komplett verkehrt, allerdings vergisst er einige wichtige Punkte. Es ist absolut richtig, wenn er unser System kritisiert, in dem sehr viele Menschen viel zu geringe Gehälter für sehr wichtige Jobs erhalten. Vor allem in Pflegeberufen ist das schon lange ein Problem. Er vergisst dabei aber, dass es auch viele Menschen gibt, die ihren Beruf nicht nach dem Gehalt auswählen, sondern weil ihnen die Tätigkeit dabei wichtig ist. Klar, macht Geld das Leben leichter. Glück muss aber nicht für jeden bedeuten, einen dicken Wagen in der Garage der eigenen Villa stehen zu haben und fünf Mal im Jahr in den Urlaub fliegen zu können!

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