Copyright-Verwarnungen lassen Twitchstreamer zittern

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In den letzten Tagen ist eine regelrechte Welle von Copyright-Verwarnungen über Twitch hinweggerollt. Zahlreiche Streamer, unter ihnen bekannte Namen wie Jake’n’Bake, Fuslie und Cloakzy, hatten eine Verwarnung für urheberrechtlich geschützte Musik in ihren Clips erhalten, die größtenteils zwischen 2017 und 2019 entstanden waren.

Das Problem für Streamer auf Twitch ist dabei, dass drei Verwarnungen innerhalb einer gewissen Zeitspanne zu einer Löschung des Channels führen! Da viele der großen Streamer ausschließlich vom Streamen leben, ist es nicht verwunderlich, dass sich nun so mancher in seiner Existenz bedroht sieht und kurz vor einer Panikattacke steht.

Twitch muss jeder Copyright-Beschwerde nachgehen und empfahl daher den Streamern, im Zweifel alle alten Clips zu löschen, die möglicherweise Copyright geschützte Musik im Hintergrund enthalten könnten.

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Wie schwierig und verängstigend die Situation für langjährige Streamer sein kann, sieht man am Beispiel von Jake’n’Bake, der nun vor dem Problem steht, theoretisch über 100.000 Clips auf Musik überprüfen zu müssen.

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Auch deutsche Streamer wie Frederik „NoWay4u_sir“ Hinteregger reagierten, in dem alte Clips gelöscht wurden und während des Streams nur noch lizensfreie Musik von entsprechenden Anbieterseiten im Hintergrund abgespielt wird.

Allzu überraschend sollte die derzeitige Situation allerdings nicht sein. Twitch hat in den letzten Jahren seine Richtlinien zu Copyright-Verstößen und Verwarnungen nicht geändert. Der einzige Unterschied ist lediglich, dass nun nicht nur vereinzelt, sondern gleichzeitig eine größere Anzahl an Verwarnungen rausgegangen ist, da irgendein Inhaber der Urheberrechte ernst gemacht hat. Darauf weißt auch der bekannte deutsche Streamer MontanaBlack auf Twitter hin:

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Jetzt bleibt es dann abzuwarten, wie die Geschichte für alle Betroffenen weitergeht und ob es möglicherweise zu permanenten Bans von einigen Kanälen kommen wird. Auch ob und wie Twitch seine Streamer tatsächlich dabei unterstützen wird, die riesigen Mengen an Clips auf urheberrechtlich geschütztes Material zu überprüfen und diese dann zu löschen, dürfte spannend werden.